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Jugendbeteiligung

Jugendbeteiligung

Mit der Änderung der Gemeindeordnung und der Einführung des §41a im Jahr 2015 wurden die Mitbestimmungsrechte von Kindern und Jugendlichen deutlich gestärkt. Kinder- und Jugendbeteiligung ist eine wichtige kommunale Pflichtaufgabe, der sich viele Gemeinden auch auf unterschiedlichste Weisen widmen.

Der Kreisjugendring Rhein-Neckar setzt sich für die Interessen junger Menschen im Rhein-Neckar-Kreis ein und möchte dazu beitragen, dass diese in den Kommunen beteiligt werden. Deshalb bieten wir interessierten Kommunen, die das Thema Kinder- und Jugendbeteiligung neu angehen, stärken oder weiter entwickeln möchten, unsere Kooperation an.
Wir können dabei fachliche und konzeptionelle Beratung zum Thema, organisatorische Unterstützung in der Planung und der Durchführung von Jugendbeteiligungsformaten anbieten.

In den vergangenen Jahren haben wir im Rahmen unserer Kooperationen zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zahlreiche Gemeinden fachlich beraten, die Neuwahl eines Jugendgemeinderates begleitet, Jugendhearings, eine regionale Jugendkonferenz und andere offenen Beteiligungsformate in mehreren Gemeinden durchgeführt und begleiten in mehreren Kommunen auch aktuell die Beteiligungsprozesse.

Bei Interesse und Rückfragen wenden Sie sich gerne an

Nico Alt
Telefon: 0621 / 16657820
Mobil: 0176 / 81015936
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Junge Menschen im Dialog mit der Kreispolitik - Ein Projekt zur Jugendbeteiligung auf Landkreisebene

Der Rhein-Neckar-Kreis ist mit über einer halben Million Einwohner:innen der größte Land-kreis Baden-Württembergs. Mit 54 Gemeinden im Landkreis finden sich hier sowohl dicht besiedelte und relativ infrastrukturstarke wie auch deutlich ländlich geprägte und struktur-schwächere Räume. Ebenso vielfältig stellt sich der Stand der Kinder- und Jugendbeteiligung im Landkreis dar. Eine große Herausforderung ist dabei oft auch, dass Kinder und besonders Jugendliche ihre Freizeitgestaltung um einen anderen, entfernten Schulstandort herum gestalten.
Die Landkreisebene scheint für junge Menschen trotzdem zunächst kaum relevant und greifbar zu sein, gleichzeitig gibt es einige für sie sehr relevante Themen, die auf dieser Ebene mitgestaltet werden, insbesondere die Themen Mobilität/ÖPNV und Bildung/Schulstandorte.
In einem von Landesebene geförderten Projekt, an dem sich mehrere Landkreise in Baden-Württemberg beteiligen, sollen über einen Projektzeitraum von zwei Jahren Jugendbeteiligungsformate auf Landkreisebene initiiert, erprobt, evaluiert und bestenfalls verstetigt werden. Akteure sind in einigen Landkreisen die Kreisjugendreferate, in anderen die Kreisjugendringe oder, wie bei uns im Rhein-Neckar-Kreis, beide in Kooperation.
In drei bis fünf kleinen Gemeinden, die zum Thema Jugendbeteiligung noch am Anfang stehen, sollen die Interessen von Jugendlichen in offenen Jugendhearings erhoben und diskutiert werden.
Bei bis zu drei Politiktagen an zentralen Schulstandorten sollen die Interessen Jugendlicher erhoben und mit Gemeinderät:innen und/oder Kreisrät:innen diskutiert werden. Flankierend sollen durch eine Online-Befragung weitere Themen von Jugendlichen aus dem Landkreis gesammelt werden. Die Befragung soll durch Kooperationspartner vor Ort, insb. Einrichtungen der Kommunalen Jugendarbeit und die Jugendverbände, bei Jugendlichen beworben werden.
Teilnehmer:innen aus den Formaten vor Ort werden zu einer zentralen Beteiligungsveran-staltung auf Landkreisebene eingeladen. Hier werden insbesondere die Themen aus den Veranstaltungen vor Ort und der digitalen Befragung aufgegriffen, die auf Kreisebene oder zumindest von mehreren Gemeinden anzugehen wären. Ziel ist die Konkretisierung dieser Ideen; für eine Diskussion über die konkreten Vorschläge mit den Jugendlichen werden die Kreisrät:innen und der Landrat angefragt. Am Ende der Veranstaltung stehen im besten Fall Absprachen darüber, die die Themen weiterverfolgt werden können. Die Veranstaltung findet als Präsenzveranstaltung statt, die Möglichkeit der digitalen Teilnahme (einer teilweise hybriden Veranstaltung) soll in der Planung geprüft werden. Dies könnte die große Entfernung im Landkreis als Hürde beheben.
Für Fachkräfte, die in den Gemeinden mit der Kinder- und Jugendbeteiligung betraut sind, wird eine Schulung zu Grundlagen und Formaten der Beteili-gung angeboten.
Für Jugendliche aus Jugendgemeinderäten, Jugendbeiräten und anderen Jugendvertretungsgremien auf kommunaler Ebene im Landkreis soll es ein Vernetzungs- und Diskussionstreffen geben. Dieses soll dazu beitragen, engagierte Jugendliche aus den unterschiedlichen Gemeinden in Kontakt zu bringen, ähnliche Herausforderungen in den Jugendgremien gemeinsam zu besprechen und Themen zu erkennen, die möglicherweise in Kooperation besser bearbeitet werden können.
Wichtige Kooperationspartner für die Veranstaltungen vor Ort sind zum einen die Bürgermeister:innen, Gemeinderät:innen und Kommunalverwaltungen, zum anderen die örtlichen Einrichtungen der Kommunalen Jugendarbeit sowie die Verbände und bereits bestehende Jugendvertretungen. Bei den Politiktagen sind zentral wichtige Kooperationspartner darüber hinaus die Schulen mit überörtlichem Einzugsgebiet.

Das Gesamtprojekt wird im Rhein-Neckar-Kreis vom Kreisjugendring und dem Kreisjugendamt in Kooperation durchgeführt.
Kontakt und Projektkoordination:
Kreisjugendring Rhein-Neckar e.V.
Nico Alt
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