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Ideen zur Gewinnung von Ehrenamtlichen im Fokus
Austausch beim Fraktionsgrillen
In ungezwungener Atmosphäre fand vergangene Woche ein Fraktionsgrillen des Kreisjugendrings Rhein-Neckar e. V. statt. Politikerinnen und Politiker der im Kreistag vertretenen Parteien kamen dabei mit dem Vorstand des Kreisjugendrings, also Aktiven aus der Kinder- und Jugendarbeit zusammen. Gemeinsam diskutierten sie zentrale Herausforderungen für die verbandliche Jugendarbeit und erarbeiteten gemeinsam Lösungsansätze.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie zusätzliche Ehrenamtliche für Jugendverbände gewonnen werden können. Diese Frage treibt alle Teilnehmenden um, da Vereine in allen Kommunen zusätzliche Ehrenamtliche für die lokalen Strukturen suchen. In moderierten Kleingruppen diskutierten die Teilnehmenden sehr engagiert, wie Engagement vor Ort gestärkt und neue Zielgruppen erreicht werden können. Dabei wurden unter anderem Fragen geklärt, wer potenzielle Ehrenamtliche anspricht, welche Anforderungen an das Engagement bestehen und wie geeignete Zielgruppen definiert werden können.
Die Diskussion zeigte deutlich: Ehrenamtliches Engagement ist von zentraler Bedeutung nicht nur für die Kinder- und Jugendarbeit. Probleme machen ein zunehmender Zeitmangel durch stärkere Belastungen in Schule, Ausbildung, Studium und im Beruf. Außerdem fordern lange Bindungszeiträume für Wahlämter, sowie bürokratische Hürden Ehrenamtliche stark heraus. Gleichzeitig wurde betont, dass sinnstiftende Tätigkeiten, ein starkes Gemeinschaftsgefühl und sichtbare Wirksamkeit wichtige Motivationsfaktoren für Freiwillige sind.
Folgerichtig lag ein weiterer Schwerpunkt auf konkreten Ideen zur Ansprache neuer Ehrenamtlicher. So wurden verstärkte Kooperationen mit Schulen und eine höhere Sichtbarkeit von Vereinen durch öffentliche Aktionen wie zum Beispiel im Ferienprogramm oder bei Veranstaltungen als wichtige Ansatzpunkte hervorgehoben. Auch eine direkte Ansprache durch bereits Engagierte sowie eine offenere Vereinskultur können dazu beitragen, neue Menschen zu gewinnen.
Deutlich wurde zudem die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlich Engagierten und betreuenden hauptamtlichen Mitarbeitenden. „Junge Menschen sind auch weiterhin gerne ehrenamtlich engagiert. Wenn sie denn den Weg dorthin finden. Traditionelle Zugänge über Freunde und Familie funktionieren leider nicht mehr so gut wie früher. Entsprechend braucht es mehr Hauptamtliche Ressourcen für die Unterstützung des Ehrenamts, um dieses zukunftsfest aufzustellen“, erläutert Andreas Lindemann, Geschäftsführer des Kreisjugendrings.
Politik und Verwaltung seien gefordert, unterstützende Rahmenbedingungen zu schaffen, etwa durch Bürokratieabbau oder Bereitstellung entsprechender personeller Ressourcen.
Der Kreisjugendring zeigte sich zufrieden mit dem Austausch: „Das Fraktionsgrillen hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Politik und Jugendarbeit ist. Gemeinsam können wir tragfähige Lösungen entwickeln, um das Ehrenamt langfristig zu stärken,“ so der Vorsitzende Christian Hoffmann.
Woran erkenne ich gute Jugendverbandsarbeit?
Handreichung „Woran erkenne ich gute Jugendverbandsarbeit?“ für Eltern
Die Handreichung ist insb. für Eltern gedacht, deren Kinder zum ersten Mal an den Angeboten eines Jugendverbandes teilnehmen oder bei einem neuen Verband mitmachen möchten. Sie gibt dazu ein paar wichtige Merkmale an die Hand, um die Arbeit des Jugendverbands gut einzuordnen.

